Muss man essen, wenn man high ist?

Muss man essen, wenn man high ist?

Wenn du high bist, spürst du plötzlich, wie dein Magen knurrt - selbst wenn du vor einer Stunde noch voll gegessen hast. Das ist normal. Es ist nicht nur ein Mythos, dass Cannabis den Appetit anregt. Tatsächlich aktiviert THC, der Hauptwirkstoff in Marihuana, spezielle Rezeptoren im Gehirn, die für Hunger und Essverhalten zuständig sind. Das Ergebnis? Plötzlich schmeckt alles fantastisch. Die Chips, die du gestern noch ignoriert hast, fühlen sich an wie eine gastronomische Offenbarung. Die Schokolade, die du im Schrank vergessen hattest, wird zur Hauptmahlzeit.

Warum wird man hungrig, wenn man high ist?

Es ist kein Zufall, dass viele Cannabis-Nutzer nach dem Rauchen oder Konsumieren von Süßigkeiten plötzlich eine starke Lust auf Essen verspüren. Wissenschaftler haben das in Studien untersucht. Eine 2015 veröffentlichte Studie an der University of Maryland zeigte, dass THC die Aktivität von Neuronen im Hypothalamus erhöht - dem Teil des Gehirns, der Hunger und Sättigung steuert. Diese Neuronen senden dann Signale, die den Körper dazu bringen, nach Nahrung zu suchen - selbst wenn er keine braucht.

Dazu kommt, dass Cannabis den Geruchssinn verstärkt. Lebensmittel riechen intensiver, schmecken reicher, und der Geschmack von Süßem wird besonders stark wahrgenommen. Das ist der Grund, warum viele Menschen nach dem Konsum von Cannabis plötzlich nach Schokolade, Chips oder Pizza verlangen - nicht weil sie hungrig sind, sondern weil ihr Gehirn es als das perfekte Essen identifiziert hat.

Was passiert, wenn du nicht isst, während du high bist?

Du kannst durchaus high bleiben, ohne zu essen. Es ist nicht lebensgefährlich, wenn du dich entscheidest, nichts zu essen. Aber du könntest dich unwohl fühlen. Der Hunger, den du spürst, ist nicht nur physisch - er ist auch psychologisch. Wenn dein Gehirn dich dazu drängt, etwas zu essen, und du widerstehst, kann das zu Unruhe, Reizbarkeit oder sogar leichten Kopfschmerzen führen.

Einige Nutzer berichten, dass sie sich nach dem Konsum von Cannabis „leer“ oder „abgekoppelt“ fühlen, wenn sie nicht essen. Das liegt daran, dass der Körper Energie braucht, um die Wirkung von THC zu verarbeiten. Ohne Nahrung kann der Körper in einen leichten Stresszustand geraten, was die Höhe des Highs beeinflusst - oft nicht zum Vorteil.

Es gibt auch Menschen, die bewusst fasten, um eine klarere, ruhigere Erfahrung zu haben. Das funktioniert - aber nur, wenn du dich gut vorbereitest. Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, weiß: Wer vorher gut gegessen hat, braucht später weniger.

Was ist der beste Snack, wenn du high bist?

Nicht jeder Snack ist gleich. Einige Lebensmittel verstärken die Wirkung von Cannabis, andere mildern sie. Wenn du dich für Süßigkeiten entscheidest - und viele tun das - dann achte auf die Zutaten.

Vermeide stark verarbeitete Produkte mit viel Zucker und künstlichen Aromen. Sie liefern zwar schnell Energie, führen aber zu einem schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels - und damit zu einem plötzlichen Absturz. Besser sind natürliche Optionen:

  • Früchte: Bananen, Äpfel, Erdbeeren - sie enthalten natürlichen Zucker, Ballaststoffe und Vitamine.
  • Nüsse: Mandeln, Walnüsse oder Cashews liefern gesunde Fette und Protein, die den Körper langsam mit Energie versorgen.
  • Dark Chocolate: Mindestens 70 % Kakao. Der Koffeingehalt kann die Wirkung von THC abfedern, ohne den Genuss zu zerstören.
  • Yogurt mit Honig: Kombiniert probiotische Bakterien mit natürlichem Zucker - gut für den Magen und beruhigend für das Nervensystem.

Vermeide fettige Fast-Food-Optionen, wenn du nicht willst, dass du dich später krank fühlst. Ein doppelter Cheeseburger mag verlockend klingen - aber er kann die Nebenwirkungen von Cannabis verschlimmern: Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit.

Ein gezeichnetes Gehirn mit leuchtenden Nervenbahnen, die Hunger signale auslösen, umgeben von schwebenden Lebensmitteln.

Cannabis-Süßigkeiten: Was du wissen musst

Cannabis-Süßigkeiten - also Gummibärchen, Schokoladen oder Kekse, die mit THC oder CBD angereichert sind - sind eine beliebte Form des Konsums. Aber sie unterscheiden sich grundlegend vom Rauchen.

Beim Essen wird THC über die Leber verarbeitet und in 11-Hydroxy-THC umgewandelt - eine stärkere Form des Wirkstoffs. Das bedeutet: Die Wirkung setzt langsamer ein (bis zu 90 Minuten), ist aber intensiver und hält länger an. Ein Stück Schokolade, das du als „leicht“ einstufst, kann dich plötzlich überwältigen, wenn du nicht auf die Dosierung achtest.

Wichtig: Lies immer das Etikett. In Deutschland sind THC-haltige Lebensmittel nur in Apotheken erhältlich und nur mit Rezept. Produkte mit CBD (unter 0,2 % THC) sind hingegen legal im Einzelhandel erhältlich. Aber auch hier: Die Dosierung variiert stark. Ein Gummibärchen mit 5 mg CBD ist etwas anderes als eines mit 20 mg - und das ist nicht immer klar gekennzeichnet.

Wenn du Cannabis-Süßigkeiten kaufst, wähle Produkte mit klarer Dosierung, transparenter Zutatenliste und unabhängiger Laborprüfung. Viele günstige Produkte enthalten ungleichmäßige Mengen - und das kann gefährlich sein.

Wie du deine Essgewohnheiten kontrollierst

Wenn du regelmäßig Cannabis konsumierst und nicht willst, dass du dich nach jedem Konsum in eine Essenssucht verwandelst, gibt es ein paar einfache Strategien:

  1. Iss vorher: Konsumiere Cannabis erst, nachdem du eine ausgewogene Mahlzeit zu dir genommen hast. Ein Gericht mit Protein, gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten hält länger satt.
  2. Halte gesunde Snacks bereit: Stell eine Schüssel mit Nüssen, Obst oder Joghurt in Reichweite - nicht die Chips oder Schokolade.
  3. Trinke Wasser: Trockener Mund ist oft mit Hunger verwechselt. Trink ein großes Glas Wasser, bevor du in die Küche gehst.
  4. Setze eine Grenze: Sag dir vor dem Konsum: „Ich esse nur zwei Stück.“ Und halte dich daran.
  5. Vermeide Shopping-Trips: Wenn du high bist, kaufst du Dinge, die du nicht brauchst - auch Essen. Bleib zu Hause.

Einige Nutzer nutzen das Phänomen bewusst, um Appetitlosigkeit bei Krankheiten wie Krebs oder HIV zu bekämpfen. In solchen Fällen ist der erhöhte Hunger sogar therapeutisch. Aber für den Freizeitgebrauch geht es darum, bewusst zu essen - nicht automatisch.

Eine Person hält CBD-Gummibärchen in einer minimalistischen Küche mit Apfel und Wasser.

Was passiert, wenn du zu viel isst, während du high bist?

Überessen, während du high bist, führt nicht nur zu einem unangenehmen Völlegefühl. Es kann auch die psychoaktive Wirkung verstärken. Wenn dein Körper mit einer großen Menge an Nahrung beschäftigt ist, kann das die Wirkung von THC verlangsamen - aber auch verzerren. Manche Menschen berichten von Schwindel, Übelkeit oder sogar leichten Panikattacken, wenn sie zu viel gegessen haben.

Der Körper kann nicht gleichzeitig eine hohe Konzentration von THC verarbeiten und eine große Mahlzeit verdauen. Das führt zu einer Überlastung. Besonders bei Cannabis-Süßigkeiten, die langsam wirken, ist die Gefahr groß: Du isst ein Stück, fühlst nichts - isst ein zweites - und dann, 90 Minuten später, fällst du um wie ein Baum.

Wenn du das Gefühl hast, zu viel gegessen zu haben: Bleib ruhig. Trinke Wasser. Setz dich hin. Atme tief. Die Wirkung wird nach einigen Stunden nachlassen. Du wirst nicht sterben. Aber du wirst dich schlecht fühlen - und das ist der beste Grund, vorausschauend zu essen.

Was ist mit CBD-Süßigkeiten?

CBD - Cannabidiol - wirkt nicht psychoaktiv. Es hebt dich nicht high, sondern beruhigt dich. CBD-Süßigkeiten sind beliebt, weil sie ohne das starke Gefühl von „High“ helfen, Stress abzubauen oder Schlafprobleme zu lindern.

Aber: CBD hat auch Einfluss auf den Appetit - nur anders. Während THC den Hunger anregt, kann CBD bei manchen Menschen den Appetit hemmen. Das liegt an der Wirkung auf das Endocannabinoid-System. Es reguliert nicht nur Hunger, sondern auch Stress und Entzündungen.

Wenn du CBD isst und nicht hungrig wirst: Das ist normal. Wenn du trotzdem essen willst, dann tu es - aber nicht, weil dein Gehirn dich dazu zwingt. Tu es, weil du es magst.

Fazit: Du musst nicht essen - aber du solltest

Nein, du musst nicht essen, wenn du high bist. Aber du solltest. Nicht, weil es eine Regel ist - sondern weil es dir besser geht. Ein guter Snack macht den Trip angenehmer, verhindert unangenehme Nebenwirkungen und hält dich im Gleichgewicht.

Es geht nicht darum, dich mit Süßigkeiten vollzustopfen. Es geht darum, bewusst zu wählen. Gesunde Nahrung, die dich nährt - nicht nur befriedigt. Wenn du das verstehst, wird dein Cannabis-Erlebnis nicht nur intensiver, sondern auch klarer, ruhiger und länger haltbar.

High sein ist keine Ausrede für ungesunde Gewohnheiten. Es ist eine Gelegenheit, dich selbst besser kennenzulernen - und zu entscheiden, was du deinem Körper wirklich gibst.

Muss man essen, wenn man high ist?

Nein, du musst nicht essen, wenn du high bist. Aber es wird dir helfen, dich wohler zu fühlen. Der Körper braucht Energie, um THC zu verarbeiten, und Hunger wird durch THC verstärkt. Ohne Nahrung kannst du unruhig, schwindelig oder müde werden. Ein leichter, gesunder Snack macht den Trip angenehmer.

Warum bekommt man Appetit, wenn man Cannabis konsumiert?

THC, der Hauptwirkstoff in Cannabis, aktiviert Rezeptoren im Gehirn, die Hunger steuern - besonders im Hypothalamus. Außerdem verstärkt es den Geruchssinn und macht Essen schmackhafter. Dein Gehirn interpretiert das als Signal: „Essen!“ - selbst wenn du gerade erst gegessen hast.

Sind Cannabis-Süßigkeiten sicher?

In Deutschland sind THC-haltige Süßigkeiten nur mit Rezept in Apotheken erhältlich. CBD-Süßigkeiten (unter 0,2 % THC) sind legal, aber die Dosierung variiert stark. Achte auf klare Kennzeichnung, Laborergebnisse und vertrauenswürdige Hersteller. Viele billige Produkte enthalten ungleichmäßige Mengen - das kann gefährlich sein.

Was ist der beste Snack, wenn man high ist?

Gesunde Optionen sind Bananen, Äpfel, Nüsse, dunkle Schokolade (70 % Kakao) oder Joghurt mit Honig. Sie liefern langanhaltende Energie, ohne den Blutzuckerspiegel stark zu schwanken. Vermeide fettige Fast-Food-Optionen - sie verschlimmern oft Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Müdigkeit.

Kann CBD den Appetit unterdrücken?

Ja, CBD kann bei manchen Menschen den Appetit hemmen, während THC ihn steigert. CBD wirkt beruhigend und reguliert das Endocannabinoid-System, das auch Hunger steuert. Wenn du CBD isst und keinen Hunger hast, ist das normal - du musst nicht essen, nur weil du etwas konsumierst.