Entzugssymptome: Erkennen, Vorbeugen und wie du damit umgehst
Hast du bemerkt, dass du nach dem Absetzen von CBD, HHC oder anderen Cannabinoiden schlechter schläfst oder gereizter bist? Entzugssymptome treten nicht nur bei harten Drogen auf. Schon bei regelmäßigem Konsum können sich Körper und Hirn an die Substanz gewöhnen. Wenn sie fehlt, meldet sich der Körper. Hier erfährst du klar und praktisch, worauf du achten musst und was wirklich hilft.
Typische Symptome und Zeitverlauf
Die häufigsten Entzugssymptome bei Cannabinoiden sind Schlafstörungen, Angst oder Unruhe, Reizbarkeit, Schwitzen, Magen-Darm-Probleme und starke Verlangen nach der Substanz. Manchmal kommen Kopfschmerzen, Zittern oder Stimmungsschwankungen dazu. Zeitlich beginnt es oft innerhalb von 24–72 Stunden nach dem letzten Konsum, erreicht nach einigen Tagen einen Höhepunkt und kann je nach Dauer und Menge des Konsums einige Tage bis Wochen andauern. Bei starken Abhängigkeiten oder Kombination mit anderen Substanzen kann sich die Phase verlängern.
Praktische Tipps: Was hilft konkret?
Erstens: Reduziere nicht immer abrupt. Ein schrittweises Ausschleichen mindert die Stärke der Symptome. Wenn das nicht möglich ist, plane Unterstützung ein – Freunde, Familie oder eine Beratungsstelle.
Zweitens: Sorge für Schlaf. Gute Schlafhygiene hilft: feste Schlafzeiten, keine Bildschirme vor dem Schlafen, entspannende Routine. Melatonin kurzzeitig kann helfen, sprich aber vorher mit deinem Arzt.
Drittens: Bewegung und frische Luft reduzieren Angst und verbessern den Schlaf. Schon 30 Minuten zügiges Gehen oder Radfahren wirken positiv auf Stimmung und Stresshormone.
Viertens: Trinken und Ernährung. Viel Wasser, regelmäßige Mahlzeiten mit Eiweiß und Ballaststoffen stabilisieren den Blutzucker und reduzieren Schwindel oder Übelkeit. Vermeide übermäßigen Alkohol – er verschlechtert Entzugssymptome.
Fünftens: Achte auf soziale und mentale Unterstützung. Sprich offen mit vertrauten Personen, nutze Online-Foren oder Selbsthilfegruppen. Techniken wie Atemübungen, kurze Meditationen oder progressive Muskelentspannung lindern akute Angst.
Sechstens: Wenn Symptome stark sind, können Ärzte kurzfristig Medikamente zur Symptomkontrolle geben (gegen Übelkeit, Schlafstörungen oder extreme Angst). Besonders wenn du gleichzeitig andere Medikamente nimmst, kläre das vorher mit dem Arzt.
Wann solltest du unbedingt Hilfe suchen? Wenn du starkes Fieber, Krampfanfälle, Suizidgedanken oder eine Verschlechterung körperlicher Symptome bemerkst, melde dich sofort beim Notarzt oder Hausarzt. Auch bei Unsicherheit über Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ist ärztlicher Rat wichtig.
Entzug ist unangenehm, aber oft vorübergehend. Mit Planung, Routine, Bewegung und Unterstützung lassen sich die meisten Symptome gut managen. Wenn du spezifische Fragen zu CBD, HHC oder Medikamenten hast, frag deinen Hausarzt oder eine Suchtberatungsstelle — das ist der sicherste Weg.