CBD-Aufnahme: Wie und wie viel CBD in deinen Körper gelangt
Wie viel CBD wirklich in deinem Körper landet, hängt zuerst von der Einnahmeform ab. Schluckst du Öl, lutscht du Gummis, dampfst du oder cremst du dich ein? Jede Methode liefert eine andere Aufnahmegeschwindigkeit, Bioverfügbarkeit und Wirkungsdauer.
Orale Einnahme (Öl, Kapseln, Gummis) ist bequem, aber die Aufnahme ist relativ gering. CBD muss den Magen-Darm-Trakt und die Leber passieren – das nennt man First-Pass-Effekt. Praktisch bedeutet das: Ein großer Teil wird abgebaut bevor er ins Blut kommt. Die Wirkung setzt meistens nach 30–90 Minuten ein und kann 4–8 Stunden anhalten.
Sublingual (unter der Zunge) ist schneller. Tropfst du CBD-Öl unter die Zunge und hältst es dort kurz, gelangt ein Teil direkt über die Mundschleimhaut ins Blut. Die Wirkung kann bereits nach 15–30 Minuten spürbar sein und ist oft stärker als bei reinem Schlucken.
Inhalation (Vapen, Rauchen) bringt CBD besonders schnell in den Kreislauf. Die Wirkung beginnt in Minuten und erreicht oft höhere Blutspiegel als orale Methoden. Dafür ist die Wirkungsdauer meist kürzer und die Dosiskontrolle kann schwieriger sein.
Topische Anwendung (Cremes, Salben) wirkt vor allem lokal. CBD erreicht bei normalen Cremen kaum das Blut, deshalb sind Effekte meist auf Haut und darunterliegendes Gewebe begrenzt. Transdermale Pflaster können so formuliert sein, dass sie CBD systemisch ins Blut abgeben – das ist aber eine spezialisierte Produktgruppe.
Faktoren, die die Aufnahme beeinflussen
Fettige Mahlzeiten erhöhen die Aufnahme von CBD deutlich. CBD löst sich besser in Fett, deshalb kann ein Snack mit etwas Fett die Bioverfügbarkeit steigern. Dein Körpergewicht, Stoffwechsel und Leberfunktion spielen auch eine Rolle. Zudem beeinflussen andere Medikamente die Leberenzyme, die CBD abbauen (zum Beispiel CYP3A4). Das kann die Wirkung von Medikamenten verändern – bei Blutverdünnern oder bestimmten Epilepsiemedikamenten ist Vorsicht geboten.
Praktische Tipps für die Anwendung
Starte niedrig und steigere langsam, bis du die gewünschte Wirkung erreichst. Achte auf die Produktqualität: Vollspektrum-Produkte können Spuren von THC enthalten und bei Drogentests auffallen. Lagere CBD kühl und dunkel, damit es nicht abbaut. Wenn du Medikamente nimmst oder schwanger bist, sprich zuerst mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Etiketten lesen: Ein 10‑ml‑Öl mit 1000 mg CBD enthält etwa 100 mg pro ml; bei rund 200 Tropfen pro Flasche sind das ca. 5 mg pro Tropfen. So kannst du die Dosis schnell berechnen und kontrolliert erhöhen.
Führe ein kleines Protokoll: Zeitpunkt, Dosis, Wirkung. Nach einigen Tagen erkennst du Muster und findest deine passende Dosis schneller.
Wenn du häufig Medikamente nimmst, kläre Wechselwirkungen – CBD kann Enzyme beeinflussen wie CYP3A4, das auch durch Grapefruitsaft beeinflusst wird. Ärztliche Beratung ist sinnvoll.
Achte auf Vollspektrum vs. Isolat: Isolate enthalten nur CBD, Vollspektrum auch andere Cannabinoide. Letztere wirken manchmal stärker zusammen, können aber Spuren von THC enthalten.
Teste neue Produkte immer auf niedriger Dosis. Notiere Nebenwirkungen und Besserungen.
Wähle die Einnahmeform nach deinem Ziel. Willst du schnelle, starke Effekte, ist Inhalation sinnvoll. Für langanhaltende, unkomplizierte Wirkung sind Öle oder Kapseln praktisch. Topika helfen lokal. Kleine Anpassungen wie die Einnahme mit Nahrung oder die Wahl sublingualer Tropfen können viel Unterschied machen.