Mittelalterliches Cannabis: Hanf im Alltag und als Heilpflanze
Wusstest du, dass Hanf im Mittelalter so wichtig war wie heute Holz oder Metall? Hanffasern hielten Schiffe, Kleidung und Werkzeuge zusammen. Die Pflanze war kein exotisches Rauschmittel für wenige, sondern ein Alltagsrohstoff für Bauern, Handwerker und Klöster.
Hanf als Alltagsrohstoff
Die meisten Kulturen im mittelalterlichen Europa bauten Hanf an. Man nutzte die langen Fasern für Seile, Taue und Segeltuch. Kleidung und grobe Leinwand stammten oft aus Hanf. Die Verarbeitung war simpel, aber arbeitsintensiv: Ernten, Rösten (Retten), Trocknen, Brechen und Spinnen. Hanfsamen lieferten Öl, das zum Kochen, als Lampenöl oder als Grundlage für Salben verwendet wurde. Auch Papier wurde zeitweise aus Hanf hergestellt — stabil und haltbar.
Städte konnten Hanf als Steuerobjekt sehen, denn wer Seile und Netze brauchte, musste regelmäßig Hanfprodukte kaufen. Archäologische Funde bestätigen: Hanfreste, Tuchfragmente und Taureste tauchen in Häfen, Mühlen und Handelssiedlungen auf.
Medizinische Nutzung im Mittelalter
Hanf spielte auch in der mittelalterlichen Volksmedizin eine Rolle. Kräuterbücher und Klosterapotheken empfahlen Hanf in Form von Ölen, Umschlägen oder Salben gegen Schmerzen, Entzündungen und Schlafstörungen. Oft wurden Hanfsamen oder getrocknete Pflanzenteile mit Wein, Fett oder Honig angesetzt, um Wirkstoffe zu extrahieren. Solche Zubereitungen zielten meist auf lokale Beschwerden: Gelenkschmerzen, Wunden oder Muskelverspannungen.
Wichtig: Die Sorten, die damals angebaut wurden, waren meist Faserhanf mit sehr niedrigem berauschendem Gehalt. Die Wirkung in Heilmitteln war deshalb anders als das heutige High, das man mit speziellen Sorten verbindet.
Warum ist das für dich heute relevant? Erstens zeigt die Geschichte, wie vielseitig Hanf ist: Von Textilien bis zu Heilmitteln. Zweitens hilft der Blick zurück zu verstehen, warum moderne Produkte wie CBD-Öl, Salben oder essbare Produkte heute existieren. CBD wird gezielt aus bestimmten Pflanzenanteilen gewonnen, nicht aus der traditionell genutzten Faserpflanze.
Wenn du dich für moderne Anwendungen interessierst: Auf dieser Tag-Seite findest du Artikel über CBD-Gummibärchen, CBD-Creme, CBD-Blüten und mehr. Lies gern die Beiträge, um zu sehen, wie historische Nutzung und heutige Produkte zusammenhängen. Und denk dran: Herkunft, Verarbeitung und Sorte entscheiden über Wirkung und Legalität — nicht die alte Geschichte allein.
Praktischer Tipp: Willst du Hanfprodukte ausprobieren, achte auf klare Angaben zu CBD/THC, Herkunft und Prüfberichten. So nutzt du die Pflanze sicher – genau wie die Menschen im Mittelalter: praktisch, sparsam und zielgerichtet.