CBD für Katzen: Was du wissen musst
Viele Haustierbesitzer fragen sich, ob CBD ihrer Katze helfen kann. Kurz gesagt: CBD kann bei manchen Katzen beruhigend wirken und Beschwerden lindern, aber es ist kein Wundermittel. Entscheidend sind Produktqualität, richtige Dosierung und die Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt.
Wie CBD Katzen helfen kann
CBD wirkt über das Endocannabinoid-System, das auch bei Katzen wichtige Körperfunktionen steuert. Praktisch heißt das: Manche Katzen zeigen weniger Stress, beruhigteres Verhalten oder eine leichte Schmerzlinderung. Das trifft nicht auf jede Katze zu, und Effekte sind meist subtil. Erwarten keine sofortige Wunderwirkung – beobachte deine Katze über Tage bis Wochen.
Wichtig: Achte auf Produkte ohne bis sehr wenig THC. THC ist für Katzen giftig und darf in CBD-Produkten für Tiere nicht enthalten sein. Suche nach Laborzertifikaten (COA), die Gehalt und Reinheit bestätigen.
Sichere Anwendung & Dosierung
Ein guter Startpunkt ist eine niedrige Anfangsdosis: etwa 0,1–0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Bei einer 4 kg schweren Katze wären das rund 0,4–1 mg pro Tag. Gib diese Dosis 7–10 Tage und beobachte Verhalten, Appetit und Kot. Wenn nötig, kannst du langsam erhöhen, aber nicht abrupt.
Gängige Darreichungsformen sind Tropfen (Öl), Pasten, und spezielle Leckerlis. Tropfen lassen sich gut mit einer kleinen Spritze dosieren und direkt ins Maul oder ins Futter geben. Bei fressunwilligen Katzen sind Pasten oder kleine Leckerlis oft einfacher.
Beachte Wechselwirkungen: CBD kann den Abbau mancher Medikamente in der Leber beeinflussen (Cytochrom-P450-Enzyme). Wenn deine Katze Medikamente bekommt, sprich vor der Anwendung unbedingt mit der Tierärztin/dem Tierarzt.
Typische Nebenwirkungen sind leichte Müdigkeit, Durchfall oder Appetitveränderungen. Wenn schwere Symptome wie Erbrechen, starke Lethargie oder Krampfanfälle auftreten, stoppe das Produkt sofort und suche tierärztliche Hilfe.
Qualität geht vor Preis: Kaufe nur Produkte mit klarer Herkunft, ohne schädliche Zusatzstoffe (kein Xylitol, keine für Katzen giftigen ätherischen Öle). Breitspektrum- oder Isolat-Produkte ohne THC sind für Katzen meist die bessere Wahl.
Praktische Tipps: Gib CBD nicht direkt vor Tierarztterminen, bei geplanten Operationen oder während Trächtigkeit ohne Absprache. Notiere dir Dosis und Beobachtungen in einer kurzen Tabelle – so erkennst du schnell, ob sich etwas ändert.
Wenn du mehr über Nebenwirkungen, Dosierung bei Hunden oder verschiedene Produktarten lesen willst, haben wir passende Artikel auf der Seite. Frag deine Tierärztin oder deinen Tierarzt bei Unsicherheit — sie kennen die Vorgeschichte deiner Katze und helfen bei der richtigen Entscheidung.